Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) ist ein professionelles Handlungsmodell, das auf aktives, schöpferisches und entdeckendes - "lebendiges" - Lernen und Arbeiten ausgerichtet ist. Die Konzeption der TZI beinhaltet neben der Methode als wesentlichem Bestandteil auch Einstellungen und Werte, die auf humanistischen Grundüberzeugungen beruhen. Sie wurde in den 60er Jahren von der Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin Dr. Ruth C. Cohn entwickelt, die dem Kreis der Vertreter der humanistischen Psychologie angehörte.
TZI ist heute eine anerkannte Methode der Gruppenleitung und Prozessbegleitung. Ihr Ansatz liegt in der gleichwertigen Berücksichtigung der vier wesentlichen Faktoren einer jeden Gruppe: das Individuum (Ich), seine Beziehung zu den anderen (Wir), die sachliche Aufgabe bzw. das Thema (Es) sowie das Umfeld (Globe), aus dem die Gruppe hervorgeht und in dem sie sich befindet. Durch geschickte Themensetzung, Wahl der Arbeitsform und Agieren im sich entwickelnden Prozess gelingt es dem geschulten TZI-Gruppenleiter, diese vier Faktoren in einer "dynamischen Balance" zu halten.
Die TZI ermöglicht einen Führungs- und Leitungsstil, der Effizienz, Motivation, Wertschätzung und Zielorientierung verbindet. Aus diesem Grunde ist TZI vielseitig einsetzbar und eignet sich für alle Bereiche, in denen Menschen handlungsfähig und erfolgreich zusammenarbeiten wollen und sollen: In der Wirtschaft, in Schule und Hochschule, in Fortbildungen für Lehrkräfte, in der Erwachsenenbildung und in allen sozialen Bereichen. Darüber hinaus findet sie Anwendung in der Beratung, Therapie und Supervision sowie bei der Organisationsberatung.
TZI ist für alle Personen geeignet, die selbstverantwortlich und selbstbestimmt handeln und gleichzeitig einen achtsamen und wertschätzenden Umgang mit ihren Mitmenschen erlangen wollen, unabhängig davon, ob sie es für ihre beruflichen Aufgaben benötigen oder für ihre persönliche Lebensführung.
TZI kann jeder lernen!
